Eine Erfolgsgeschichte
"MARZAHN/HELLERSDORFER BÜCHER"
und das Ende 2018.

Grafik: Antje Püpke

"Marzahn/Hellersdorfer Bücher"

Die Buchreihe "Marzahner Mini-Bücher" wurde 2001 durch Firmen, Vereine und Freien Autoren aus Berlin-Marzahn und Köpenick als reine Privatinitiative begründet.Neben der Herausgabe eigener Werke wurde versucht die 100 Klassiker der Weltliteratur in Miniaturformat herauszubringen. Bis heute erschienen 80 Klassiker und die Buchreihe "Fontane-Werke", welche einmalig in Deutschland und Europa ist und einen besonderen Höhepunkt zur Fontane Ehrung 2019 darstellen wird. Zusammen mit dem Verein "Ball e.V." wurde an mehreren Schulprojekten erfolgreich gearbeitet.
2012 wurden die Verlage "Edition Märkische Reisebilder" Potsdam und der "ANTHEA"-Verlag Berlin für eine Zusammenarneit gewonnen und das Buchprofil verändert.Fortan gab es 3 Buchreihen "Romantische Märchen", "Märkische Reisebilder - Wanderungen auf den Wegen von Theodor Fontane" und "Marzahner Bücher".
2013 wurde der Kreis der Freien Autoren durch einige Mitglieder der "TextBar" MarzahnNordWest erweitert, die sich schwerpunktmäßig mit der Entwicklung der Buchreihe "Marzahner Bücher" befassten. Insgesamt erschienen 60 Titel von 24 Autoren, z.B. von Wolfgang Kluge, Wolfgang Brauer, Udo Klingner, Maximiliane Gebhardt und Aldona Kosel. Von dieser Erfolgsgeschichte beflügelt erfolgte 2017 die Erweiterung und Umbenennung der Buchreihe in "Marzahn/Hellersdorfer Bücher".
2016 wurde die Zusammenarbeit mit der Initiative "Lesenächte an der M8" begonnen mit dem Ziel in Marzahn ein stadtteilübergreifendes Literatur- und Leseforum für Marzahner Autoren und für die lesebegeisterten Marzahn/Hellersdorfer zu schaffen. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass man mit dieser Aufgabe überfordert ist und es ohne eine breite Unterstützung nicht geht. Was lag näher als die Bibliotheken in Marzahn/Hellersdorf für die Sache zu gewinnen. Doch diese lehnten kategorisch eine Zusammenarbeit ab, sie seien nicht zur Unterstützung regionaler Autoren berufen. Ebenso mäßig fiel das Interesse bei den Verantwortlichen des Bezirksamtes Marzahn/Hellersdorf und dem "Lesenetzwerk Marzahn" aus.
Die gesamte Arbeit wurde mit Freude an der Sache und Ehrenamtlich realisiert, ohne in den Jahren jemals eine finanzielle Unterstützung erhalten zu haben. Die fehlende Unterstützung und das Nichtzustandekommen einer Zusammenarbeit mit den Bibliotheken im Rahmen der "Lesenächte an der M8" veranlasste die Sponsoren und ein Teil der aktiven Mitglieder/Teilnehmer sich aus den Projekten zurückzuziehen bzw.in anderen Stadtbezirken entsprechende Betätigungsfelder zu suchen. Anfang 2018 musste die Buchreihe "Marzahn/Hellersdorfer Bücher" deswegen eingestellt werden.
(WP 19.08.18)

Bücher zu den "Lesenächten an der M8"

2016 schlossen sich einige Autoren/Initiatoren der Buchreihe "Marzahner Bücher" und der "TextBar Marzahn NordWest" dem Organisationsteam der von Reinhard Kneist, Golferia Berlin-Marzahn/Nord, initiierten Veranstaltungsreihe "Lesenächte an der M8" an.
Gemeinsam wurde eine Konzeption über die inhaltliche Gestaltung der "Lesenächte an der M8" für die Jahre 2017-2019 erarbeitet.
Auszüge aus der Konzeption vom 29.07.2016:


  • Zweck der gemeinsamen Tätigkeit besteht in der Pflege und Förderung von Literatur, Geselligkeit und Buchkunst; der Erhöhung der Qualität der kulturellen, literarischen Angebote in Marzahn-Hellersdorf und der Präsentation und Förderung gesellschaftlich engagierter Marzahn-Hellersdorfer Autoren, Illustratoren, Buchkünstlern, Schriftsetzern und Buchbindern. Anzustreben ist eine Schirmherrschaft durch die Bibliotheken des Stadtbezirkes bzw. des "LeseNetzwerkes Marzahn". Eine besondere Aufgabe könnte die "Kleist-Bibliothek" in Marzahn Nord (Wegen ihres Namens) zur Ehrung von Theodor Fontane (200. Geburtstag 2019), Eröffnungs-Lesung, übernehmen.


  • Das Organisationsteam nimmt Einfluss auf den Erhalt der natürlichen Vernetzung von Literatur- und Leseinteressenten in den noch verbliebenen ehrenamtlichen Schreib-, Textgruppen und anderen Lese- und Schreibveranstaltungen und organisiert eine jährlich stadtteilübergreifende Zusammenkunft ("Lesenächte an der M8")aller Schreibinteressenten zur Präsentation ihrer Arbeiten.


  • Das Organisationteam führt die weitere Sammlung und Erfassung literarischer Arbeiten von Marzahn/Hellersdorfer Autoren und Hobbyschreibern fort, organisiert die Aufnahme in die Miniatur-Bibliothek "Marzahner Bücher - Lebensbilder und Lebensgeschichten" und gibt jährlich eine Anthologie im Zusammenhang mit der "NachLese" zu den "Lesenächten an der M8" heraus. Höhepunkt soll die Anthologie zum "40zig jährigen Bestehen von Marzahn" sein. Dazu soll ein Aufruf zur Beteiligung an alle Schreib- und Lesegruppen erfolgen.


  • Die jährliche Veranstaltung "Lesenacht an der M8" soll durch eine hohe Interaktion mit anderen Kunstgenres und soziokulturellen Projekten geprägt sein.

Nach der "1. Lesenacht an der M8", jedoch verstärkt nach der "2. Lesenacht" kam es im Organisationsteam zu unterschiedlichen Auffassungen über die weitere inhaltliche Gestaltung und finanzielle Absicherung der folgenden Lesenächte. Da keine Einigung erfolgte verließen einige bisherige Organisatoren das Organisationsteam. Die ursprüngliche Konzeption für die Lesenächte -Stadtteilübergreifende Autoren-, Buch- und Leseveranstaltungen mit allen Interessierten in Marzahn und Hellersdorf - wurde aufgegeben. Die Voraussetzungen für begleitende Autorenbücher, wie zur 1. und 2. Lesenacht, waren nicht mehr gegeben. Da auch keine Zusammenarbeit mit anderen gesellschaftlichen Trägern bzw. Initiativen im Bezirk, Bibliotheken, Lesenetzwerk Marzahn/Hellersdorf und der TextBar MarzahnNordWest zustande kam, löste sich das natürliche Netzwerk "Buch-, Lese- und Autorengruppe Marzahn/Hellersdorfer Minibücher" nach 17 Jahren auf.
Unvollendet bleiben 16 Projekte, u.a. eigenständige Bücher/Beiträge zur Ehrung der Verdienste von Karl Marx und Theodor Fontane, Werner von Siemens und Otto Nagel aber auch von den Marzahner Autoren Wolfgang Kluge, Wolfgang Brauer, Marianne Marquardt und Petra Urbaniak. Und auf der Strecke wird wohl auch das Minibuch zum "40. Jahrestag von Marzahn" bleiben. Dabei hatte man sich auf die Fortsetzung des Buches zum 35. Jahrestag gefreut.




Unvollendet blieben u. a....

zwei Bücher zur Ehrung von Karl Marx anläßlich der Wiederkehr seines 200. Geburtstages.
Ein Buch gehörte mit zu dem Projekt "Sonderausgaben DES BLÄTTCHEN in Mini". Bereits ein Jahr vorher war das Miniaturbuch "100 Jahre Oktoberrevolution" erschienen.
Die Sonderausgabe gestalteten die Redakteure Margit von Ham, Wolfgang Brauer, Heinz Jakubowski und Wolfgang Schwarz mit Beiträgen von Michael Brie, Max Klein(Liverpool), Karsten D. Voigt, Ulrich Busch, Mathias Iven und Kornelia Hauser zur zeitgenössischen Betrachtung und Einordnung der Werke von Karl Marx.
Die Redaktion steuert eine große Sammlung von Marx-Zitaten bei.
Titelbild-Collage: Udo Klingner, Berlin-Karlshorst.

Gut hätte es Marzahn zu Gesicht gestanden, wenn die Stadtbezirksbibliothek Marzahn/Hellersdorf zur Lesung mit Jürgen Neffes, "Marx Biografie" auch noch andere Autoren und Bücher/ Beiträge einbezogen hätte. Dann wäre die Lesung auch eine gelungene Veranstaltung zur Ehrung eines großen deutschen Philosophens geworden, so blieb sie, wie Jürgen Neffes Marx-Titel, eine Unvollendete.
"Manchmal werden ganz gewöhnliche Dinge ganz außergewöhnlich, einfach ...weil man sie mit den richtigen Leuten macht(Zitat: Quelle leider unbekannt)."

MINIATURBUCH Format: 68x92mm; 180 Seiten;
    
Udo Klingner, Wolfgang Palko

Biografie Karl Marx - Chronik



Goethe hatte wenige Jahre vor seinem Tode eine Nachbildung des Zuges der Eisenbahn von Stockton nach Darlington aus England geschenkt bekommen und bemerkte dazu zu seinem Sekretarius Peter Eckermann 1828, da war Marx zehn Jahre jung: ... dass ihm "nicht bange (sei), dass Deutschland nicht eins werde; unsere guten Chausseen und künftigen EISENBAHNEN werden schon das IHRIGE tun. "( J. P. Eckermann , Gespräche mit Goethe, Wiesbaden 1975, S. 532)

Das Kapital fuhr im SCHNELLZUG-Bahnpostabteil

Wenn wir die Lebenszeit von Karl Marx (1818-1883) betrachten und sie verstehen wollen müssen wir quasi weltgeschichtlich nach-sinnen. Das angehende Neunzehnte Jahrhundert ist nämlich nur mit einem Quantensprung zu vergleichen: Und das nicht nur in technischer, sondern auch in kultureller Hinsicht, vor allem in literarischer. Als Marx geboren wurde bosselte im thüringischen Kleinstaat Sachsen-Weimar- Eisenach der alternde Weimarer Geheimrat Goethe noch immer an seinem FAUST II herum. Das war so um dieses Jahr 1818 herum, in Wien lebte noch Herr Beethoven der ein Jahr später bereits sein Gehör fast vollständig verlor, bevor er 1824 viel zu zeitig starb. Jacob Grimm (wir wissen der von Grimms Märchen) gibt 1818 die erste "Deutsche Grammatik" heraus. Dieses Werk ist auf vier Bände angelegt und wird erst zwei Jahre nach Goethes Tod vollständig vorliegen. Gut Ding will halt Weile haben! [WEITERLESEN]

MINIATURBUCH Format: 68x92mm, 112 Seiten, Farbig illustriert.
   
   
  Marianne Marquardt

DIES und DAS und JENES


Aus dem Vorwort von Marianne Marquardts Buch:
Liebe Leserin, lieber Leser, in diesem kleinen Buch finden Sie einen bunten Strauß von Geschichten; heitere und tragische, spannende und besinnliche Begebenheiten aus unserem Alltag. Ihnen werden Menschen begegnen mit liebenswerten Eigenschaften, skurrilen Angewohnheiten und ungewöhnlichen Lebensläufen.

Geschichten und Lebensläufe aus 40zig Jahren Marzahn.
Marianne Marquardt ist in der Marzahner Literaturszene kein unbekanntes Gesicht. Sie ist aktiv tätig in der TextBar MarzahnNordwest und bekannt durch eine Vielzahl von Lesungen im Stadtteil. Viele Jahre leitete sie selbst einen Literaturzikel in MarzahnNord.

MINIATURBUCH Format: 68x92mm, 160 Seiten.
   
   
  Wolfgang Kluge

Immer unterwegs


"Junge, du musst einen ordentlichen Beruf erlernen, damit du später einmal deine Familie ernähren kannst“, sagte mein Vater zu mir. Ja, aber welchen Beruf soll ich ergreifen, fragte ich mich und schwankte zwischen diesem und jenem und meinem Zensurendurchschnitt hin und her. Als die Zeit herangekommen war, sich um einen Lehrvertrag kümmern zu müssen, sagte mein Klassenlehrer unerwartet zu mir: „Geh mal rüber in die Druckerei. Die suchen einen Lehrling. Deine Deutschnoten sind ja gut und vor allen Dingen bist du groß und kräftig – solch einen Kerl braucht man dort.“ Am nächsten Tag erschien ich nach Rücksprache mit den Eltern und mit der Empfehlung meines Klassenlehrers in der kleinen volkseigenen Druckerei.

Wolfgang Kluge wurde Schriftsetzer. Und das sieht man seinen Büchern an. Meisterstücke der Satzkunst, liebevolle Spielereien mit der Schrift, dem Raum und der Grafik auf und zwischen den Seiten.
Es ist sein 3. Buch, "Von der Werra an die Wuhle" und "Träume, Albträume". Treu ist er seinem Schreibmotto auch diesmal geblieben, alles aufzuschreiben was einem alles so passieren kann zwischen Kindheit und Rentenalter.
Wolfgang Kluge lebt in Marzahn und ist ebenso wie Marianne Marquardt aktives Mitglied der TextBar MarzahnNordwest.

MINIATURBUCH Format: 68x92mm, 160 Seiten.
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